Das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum ist im Rahmen von internationalen Projekten an der Forschung und Entwicklung von Informationssystemen und Fernerkundungsanwendungen in den Bereichen Desaster Management und zivile Sicherheit beteiligt und ist sowohl in Deutschland als auch in Europa eine der führenden Organisationen.
Das erwartet dich
Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der Abteilung Georisiken und zivile Sicherheit des DFD haben zum Ziel, neuartige Informationsprodukte aus Erdbeobachtungsdaten zu entwickeln, geographische wissenschaftliche Fragestellungen zu beantworten und diese in webbasierte Informationssysteme zu integrieren. Das Team Georisiken beschäftigt sich hierbei mit der Entwicklung von thematischen Prozessketten aus Erdbeobachtungsdaten zur Analyse von Exposition und Risiko hinsichtlich Naturgefahren.
Deine Aufgaben
- Weiterentwicklung, Anpassung und Evaluation KI-basierter Verfahren zur automatisierten Detektion und Bewertung von gebäudebezogenen Schäden aus satelliten-, luftbild- und drohnenbasierten Fernerkundungsdaten unter realistischen Einsatzbedingungen
- Konzeption, Implementierung und Test robuster Analyseworkflows zur Verarbeitung heterogener Erdbeobachtungsdaten, einschließlich der Berücksichtigung degradierter Akquisitionsbedingungen wie Off-Nadir-Geometrien, atmosphärischer Störungen und unterschiedlicher Sensortypen
- systematische Untersuchung der Robustheit, Generalisierungsfähigkeit und Übertragbarkeit der eingesetzten KI-Modelle unter variierenden geografischen, baulich-strukturellen und ereignisspezifischen Rahmenbedingungen
- Mitarbeit an der Erweiterung bestehender Trainings- und Referenzdatensätze, um zusätzliche naturgefahren-, krisen- und konfliktinduzierte Schadensmechanismen sowie an der Definition geeigneter Evaluationsmethodiken
- Unterstützung des Wissenstransfers durch die fachliche Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Workshops sowie durch die Dokumentation der entwickelten Verfahren, Workflows und Analyseprodukte für den operationellen Einsatz im Bevölkerungsschutz
- eigenverantwortliche Erstellung, Dokumentation und Pflege von Forschungssoftware, Workflows und Datensätzen sowie Sicherstellung der Nachvollziehbarkeit und Reproduzierbarkeit der entwickelten Methoden
- verfassen und publizieren wissenschaftlicher Arbeiten in einschlägigen internationalen Fachzeitschriften sowie Mitwirkung an Konferenzbeiträgen, Workshops und Projektberichten, ggf. Unterstützung bei der Konzeption von Drittmittelanträgen und projektbezogener Berichterstattung
Das bringst du mit
- abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master/Diplom-Uni) der Geowissenschaften (z.B. Geographie, Geoinformatik) oder andere für die Tätigkeit relevanten Studiengänge
- fundierte Kenntnisse im Bereich der satellitengestützten Erdbeobachtung sowie der Modellierung raumbezogener Daten
- Erfahrung in der Entwicklung und Anwendung thematischer Prozessketten auf Basis optischer Satellitendaten
- nachgewiesene Kompetenzen im Bereich Machine Learning und Künstliche Intelligenz, idealerweise mit Bezug zur Analyse von Fernerkundungs- und Geodaten
Die Vergütung erfolgt je nach Qualifikation und Aufgabenübertragung bis Entgeltgruppe 13 TVöD.
Wir freuen uns darauf, dich kennenzulernen!
Fragen zu dieser Position (Kennziffer 4152) beantwortet dir gerne:
Prof. Dr. Hannes Taubenböck
Tel.: +49 8153 28 2480