Das Institut für den Schutz terrestrischer Infrastrukturen widmet sich seit seiner Gründung im Jahr 2019 dem Schutz und der Sicherheit kritischer Infrastrukturen auf der Erde. Wir entwickeln Konzepte, Verfahren und Technologien, die die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) von Organisationen und Systemen stärken und verbessern. Dabei haben wir sowohl den Menschen, die Technik als auch das Gesamtsystem im Blick.
Das erwartet dich
Der Schutz kritischer Infrastrukturen gewinnt angesichts zunehmender physischer und cyber-physischer Bedrohungen an wachsender Bedeutung. Sie bilden das Rückgrat unserer Bevölkerung und stellen dessen Versorgung sicher.
In unseren aktuellen Forschungsprojekten entwickelst und erprobst du modellbasierte Methoden zur Risikoanalyse und Sicherheitsbewertung von KRITIS. Dein Ziel: Angriffe und Sabotage von außen realistisch einschätzen, Verwundbarkeiten aufdecken und daraus wirkungsvolle Schutzstrategien ableiten. Wir fragen: Wie entstehen Angriffe, wo liegen Zugangs- und Eindringstellen für Angreifer? Wie gut sind Anlagen kritischer Infrastrukturen wie beispielsweise von Stromerzeugern geschützt und welche schwachen Angriffspfade existieren? Unser Ziel ist es, Sicherheit so zu planen, dass wichtige Einrichtungen selbst unter gezieltem Druck von außen stabil bleiben.
Deine Aufgaben
- Konzeption von Risikomodellen für die Sicherheit vor Angriffen auf Infrastrukturen sowie Entwicklung von Methoden zur Risikoanalyse und Sicherheitsbewertung auf Grundlage der Modelle
- Auswahl und Anwendung von Methoden (z. B. Szenarioanalyse, probabilistische Modelle, Simulationen, Einsatz von KI) zur Durchführung quantitativer Risikoabschätzungen
- Aufbau und Pflege von Kontakten zu Fachleuten aus Industrie und in Behörden, um Expertenwissen aus der Anwendungspraxis zu gewinnen, auszuwerten und einzubringen
- Implementierung, Simulation und Validierung der Modelle mit realen oder synthetischen Datensätzen
- Dokumentation der entwickelten Modelle und Methoden sowie Mitwirkung bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Konferenzbeiträgen
Das bringst du mit
- abgeschlossenes natur- oder ingenieurwissenschaftliches Hochschulstudium auf Diplom-/Masterebene beispielsweise der Studiengänge Ingenieurwissenschaften (z. B. Rettungsingenieurwesen, Maschinenbau, Elektrotechnik, Wirtschaftsingenieurwesen), Mathematik oder Informatik
- Erfahrung in der mathematischen Modellierung und Analyse von Risiken (z. B. Gefahrenszenarien, Sicherheitsbewertungen)
- Kenntnisse in der Anwendung mathematischer und statistischer Verfahren (z. B. stochastische Modelle, Simulation, numerische Methoden, KI-unterstützte Datenanalyse)
- Kenntnisse im Bereich Physical Security und/oder Cyber-Security
- Interesse an wissenschaftlichem Arbeiten und interdisziplinärer Forschung
- selbstständige, analytische Arbeitsweise sowie Beherrschen der deutschen Sprache und gute Kommunikationsfähigkeit in der englischen Sprache
- projektbezogene Erfahrung in einem der KRITIS Sektoren (z.B. Energie, Wasser)
Wir freuen uns darauf, dich kennenzulernen!
Fragen zu dieser Position (Kennziffer 3765) beantwortet dir gerne:
Daniel Lichte
Tel.: +49 2241 20148 10